Montag, 1. Oktober 2012

Eisvulkane auf dem Saturnmond Enceladus

Vulkane, die Lava ausspucken, kennt man von der Erde. Doch ebenso gibt es Eisvulkane, welche auch unter dem Begriff Kryovulkane bekannt sind. Im Jahre 2010 wurden die Eisvulkane auf dem Saturnmond Enceladus entdeckt, als die Saturnsonde Cassini Wasser- und Matschfontänen auf der Oberfläche des Trabanten registrierte.

Ursache sind unterirdische Gezeitenkräfte

Eisvulkane funktionieren ähnlich wie die Lava spuckenden Vulkane: Geologische Abläufe unter der Erde - genauer gesagt, handelt es sich im Falle des Saturnmondes um Gezeitenkräfte, die Reibung erzeugen - sorgen nämlich für das Erwärmen des Eispanzers, wodurch sich folglich Matsch aus Eis, Wasser und organischen Verbindungen bildet, was dazu führt, dass der Matsch nach oben geschossen wird, sobald Eisplatten aneinander stoßen.

Ungleichmäßige Anziehungskraft sorgt für Reibung

Da der Saturnmond Enceladus in einem elliptischen Orbit um seinen Planeten kreist, entsteht eine ungleichmäßige Anziehungskraft des Saturns auf seinen Trabanten, wodurch letztendlich die Reibung und somit die auslösende Wärme zustande kommt.

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